Biodiversität und Agrobiodiversität

 - von Anna Fankhaenel

Kläre steht nicht nur für urban gardening sondern auch für die Vielfalt auf dem Teller, die Agrobiodiversität. Aber erst einmal kurz ein paar Worte zur Biodiversität. Biodiversität bedeutet die Vielfalt in allen Lebensräumen, sei es auf dem Land, im Meer und in sonstigen Gewässern. Damit ist sowohl die gesamt Artenvielfalt, als auch die Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt der Ökosysteme gemeint.
Die Agrobiodiversität dagegen bedeutet die Erhaltung der Vielfalt in der Landwirtschaft und der Tierzucht. In Kläres Fall, die Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt. Dies passiert einmal ex-situ, also das Aufbewahren der Samen in einer Samenbank, oder in-situ, durch den ständigen Anbau der Samen. Das Erhalten der Samen in-situ favorisiert der VEN (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt), da sich so die Samen dem sich verändernden Klima anpassen können. Somit werden nicht nur Sorten erhalten, die aus dem Sortenregister ausgeschieden sind, sondern auch solche, welche es noch nie ins Sortenregister geschafft haben, wie beispielsweise alte Gemüsesorten.
Die Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt hat aber nicht nur einen zukunftsorientierten Sinn, sondern sie bringt auch Vielfalt auf den Teller. Zudem sind alte Gemüsesorten meist robuster, vitaminreicher und wohlschmeckender. Auch sind sie genügsamer und pflegeleichter im Anbau. Und bisher ist meine Erfahrung mit dem Saatgut von Dreschflegel nur positiv. Nur probieren konnte ich leider noch nicht : )

Wer dies noch einmal genauer nachlesen möchte, kann dies in folgendem Auszug aus meiner Abschlussarbeit tun (Biodiversität und Agrobiodiversität) oder auch in den unten angegebenen Büchern.
Quellen:

  • Baur, Bruno: Biodiversität. Haupt Verlag: 2010.
  • BUKO Agrar Dossier 27: Agrobiodiversität – landwirtschaftliche Vielfalt in Gefahr. BUKO Agrar Koordination: 2007.

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